Hypo-Untersuchungsausschuss offiziell beendet
Grüne werden ihren Endbericht der Staatsanwaltschaft übergeben und sehen freiheitliche Finanzreferenten in der politischen Verantwortung für 600 Millionen Euro Verlust. Forderung nach neuem U-Ausschuss-Gesetz und Sonderlandtag bleibt bestehen.
FPK übt sich zu Hypo-Endbericht in künstlicher Aufregung
Grüne legen Entwurf des Endberichts dem Hypo-U-Ausschuss vor
Zweifel an „Übergutachten“ zu Birnbacher-Honorar
Holub sieht unzählige Beispiele in Birnbacher-Skandal, die an der Einhaltung entsprechender Sorgfaltspflichten zweifeln lassen können.
Zweifel an der nun von der Landesholding veröffentlichten Essenz des „Übergutachten“ zur Birnbacher-Causa hegt heute Hypo-U-Ausschussvorsitzender und Grünen-Landessprecher Rolf Holub: „Das Gutachten spart, wie schon alle vorhergehenden Gutachten, einen ganz zentralen Teil der Birnbacher-Causa einfach aus. Nämlich die Angemessenheit des Millionenhonorars für die tatsächliche Leistung von Birnbacher. Doch genau das ist der Knackpunkt an der ganzen Geschichte und auch juristisch höchst relevant. Da kann die Landesholding inklusive Megymorez noch zig weitere Gutachten bestellen, solange die Leistung und, darauf basierend, die Angemessenheit des Honorars nicht geklärt ist, ist das witzlos und reine Geldverschwendung“ kritisiert Holub.
Aus der Sicht der Grünen wird gerade im Untersuchungsausschuss den unzählige Beispielen nachgegangen, die für eine mögliche Verletzung der Sorgfaltspflicht im Zusammenhang mit dem Hypo-Anteilsverkauf der Landesholdinganteile sprechen: „In unseren Endbericht des Hypo-Untersuchungsausschusses werden wir diese konkreten Anhaltspunkte klipp und klar einfließen lassen“ kündigt Holub an und behält sich weitere rechtliche Schritte in der Causa vor.
Hypo-Endbericht auf der Zielgeraden
Berichtserstellung in der Endphase. Dank an Kurt Kuch für Unterlagenübermittlung.
Grünen-Landessprecher und Hypo-Untersuchungsausschussvorsitzender LAbg. Rolf Holub kündigt heute die baldige Fertigstellung des Endberichts zum Hypo-Untersuchungsausschuss an: „Sobald die Antworten jener Gutachter, die wir per Fragebogen kontaktiert haben, gesammelt vorliegen, werden wir diese in den Bericht einarbeiten und ihn endgültig abschließen. Leider hat die ÖVP die Freigabe der Fragebögen an die Hypo-Gutachter wochenlang verzögert. Das hat uns einiges an Zeit gekostet, wir sind jetzt aber wieder auf Schiene“ so der Ausschussvorsitzende.
Bedanken möchte sich Holub aus aktuellem Anlass bei NEWS-Redakteur Kurt Kuch, der dem Hypo-Untersuchungsausschuss diese Woche, wie bereits letzte Woche in einer öffentlichen Veranstaltung angekündigt, hunderte Seiten an Unterlagen, die ihm zugespielt wurden, zur Verfügung gestellt hat: „Ich bin sehr froh, dass Herr Kuch dem Ausschuss dieses Material überlassen hat. Die teilweise sehr brisanten Unterlagen liegen im Datenraum des Ausschusses zur Einsicht für die Untersuchungsausschussmitglieder auf. Wir sichten nun die Unterlagen und werden diese gegebenenfalls im Endbericht berücksichtigen. Ich bin gespannt, ob sich aus den Unterlagen noch neue Erkenntnisse ableiten lassen“ so Holub.
Sobald die Antworten der Gutachter zu der Causa Birnbacher Honorar einlangen und die neuen Unterlagen gesichtet, bewertet und eingearbeitet sind, soll der Endbericht den restlichen Fraktionen vorgelegt und in den Verhandlungen beschlossen werden: „Ich kann bereits jetzt sagen, dass es in der Geschichte des Kärntner Landtages noch nie einen quantitativ und qualitativ besseren Endbericht gegeben hat als diesen“ zeigt sich Holub überzeugt.


